"Stilistisch passende vokale Höhepunkte bot die Sopranistin Sibylla Rubens mit Arien aus Händels 'Messias' – höhensicher, lupenrein, stimmschön, und vor allem überzeugend in der Verkörperung des emotionalen Gehalts. Auch wer den englischen Originaltext nicht verstand, ließ sich anstecken von dem mal innigen, mal virtuosen Glück in 'Ich weiß, dass mein Erlöser lebt', 'Erwach’ zu Liedern der Wonne (Rejoice)' und 'Er weidet seine Herde', das sich in jubelnden Koloraturen Bahn brach, honoriert von Bravorufen im Saal."

Susanne Eckstein, „Rund um ein grünes Cembalo“, auf: swp.de, 16.12.2016

„[…] die als exquisite Lied- und Konzertsängerin bekannte Sibylla Rubens, die ein knappes Stündchen mit Liedern von Robert und Clara Schumann zu einem kleinen „Meisterkurs“ fürs Publikum machte – dem man nur „Mit Staunen und Vergnügen“ (Motto des Liedersommers) zuhören konnte. Hier ist die Rede von jener Perfektion, die so tut, als sei das alles ganz einfach, naturwüchsig sozusagen. Sibylla Rubens perfekt geführter, farb- und nuancenreicher Sopran agiert wie ein Präzisionsinstrument, Gestaltungswille und Stilsicherheit sind auf gleicher Höhe. Opernhafte Zuspitzungen verbieten sich bei soviel werkadäquater Delikatesse von selbst. […] Innig ohne larmoyant zu sein, entschieden, ohne aufzutrumpfen, uneitel und strahlend frisch klingt diese fein lasierte „Frauenliebe“. Wenn ein Wort wie Geschmack in der Kunst nicht so zweideutig belastet wäre, es würde auf Sibylla Rubens Gesangsstil passen.“
Sigrid Feeser, „Liedkunst. Der fabelhafte Start des Kirchheimer Liedersommers“, in: Die Rheinpfalz, 26.07.2016

„Zu Beethovens "Schottischen und Walisischen Liedern" tritt Sibylla Rubens hinzu und verzaubert mit silbrig-schimmernder Stimme, die sich völlig in den Instrumentalklang einbettet.[…] Sibylla Rubens kann aus dem Vollen schöpfen: Ihr stehen alle stimmlichen Mittel scheinbar mühelos zur Verfügung. Vom verführerischen Locken der Meerjungfrau über die charmant-naive Klage der Schäferin und die gespenstische Fahlheit des nächtlichen Wanderers bis hin zur übermütigen Ausgelassenheit des Seemannslieds gelingt ihr alles.“
Sabine Näher, „Verzaubernde Miniaturen“, in: Süddeutsche Zeitung, 09.11.2015

„Die Sopranistin Sibylla Rubens trifft einen geradewegs ins Herz: mühelos, auch in den extremen Höhen, ebenmäßig über alle Lagen und mit einem voll ausgeformten Ton, der trotzdem mit einer feinen Zeichnung versehen, kann man sich an ihrer Stimme nicht satthören.“
Martin Stumpf, „Kleine Änderung mit großer Wirkung. Wenn die alte Konzertgattung „Orgel und Trompete“ neue Sopran-Glanzlichter erhält“, in: FLZ Fränkische Landeszeitung, 07.08.2015

„Für die erkrankte Christine Schäfer war die weltweit gefragte Sibylla Rubens ein überaus vollwertiger Ersatz. Ihre Sopranstimme funkelt wie ein Diamant, nimmt die schwierigen, reich ornamentierten Arien in Bachs geistlichen Kantaten BWV 84 und 199 mit bestechender Geschmeidigkeit und verleiht ihnen Grazie und Herzenswärme. Begeisterter Applaus […].“
Klaus Albrecht, „Sibylla Rubens singt Bach-Kantaten“, in: WAZ/NRZ (Essen), 12.04.2014